
Sie reichen von Blähungen über Verstopfung und Durchfall zu Krämpfen und allen Kombinationen der genannten Symptome. Die Ursachen sind, wie die Folgen, vielfältig. Unsere Sprache ist reich an Sprichwörtern, die sich auf Verdauungsbeschwerden beziehen. Das liegt daran, dass unsere Emotionen sich direkt über unser vegetatives Nervensystem ausdrücken und so für eine lebhafte Bildersprache sorgen.
Handelt es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, die den Leib auftreibt, Durchfall und Krämpfe hervorruft, muss die Histaminausschüttung im Organismus vermindert werden. Denn diese fördert die Entzündung im Darm und die Ausscheidung von Stuhl und Gasen.
Können Blähungen den Körper nicht verlassen, stauen sie sich gerne nach oben und drücken auf Magen und Herzregion. Als Folge können eine „Stauungsgastritis“ (durch mechanischen Druck ausgelöste Magenschleimhautentzündung) und Herzrhythmusstörungen auftreten.

Dieses Geschehen heißt Roemheld Syndrom und kann behandelt werden, indem die Ursache für die Blähungen behoben wird. Blähungen sind – nebenbei bemerkt – auch Ausdruck dafür, dass „uns etwas stinkt“ und wir eine „Mordswut im Bauch“ haben.
Ein Magenkranker könnte sich auch fragen, was ihm oder ihr auf den Magen schlägt, was sie nicht schlucken können oder wollen und ihnen Übelkeit erregt. Nicht umsonst „dreht es uns den Magen um“ und wir finden Dinge schlichtweg „zum k….“
Durchfälle können Anzeichen für eine Stauung der Gallenflüssigkeit sein, aber auch Hinweis auf einen Mangel an Bauchspeicheldrüsenenzymen geben. Sind beide Ursachen ausgeschlossen, handelt es sich häufig um einen „nervösen Darm“, der sich in Übererregung verstärkt bewegt und so für eine zu schnelle Darmpassage sorgt. Diese Unruhe fällt vor allem auf, wenn wir vor einer Prüfung oder brenzligen Situation Angst davor haben, „durch-zu-fallen“. Es ist hier wichtig, die innere Anspannung generell zu senken, also begleitende Maßnahmen zu einem schützenderem Umgang mit sich selbst zu ergreifen.
Die Verstopfung spricht eine andere Sprache. Trinkt der Mensch zu wenig Wasser, kann der Stuhl nicht befördert werden. Oder sind die Nahrungsmittel zu „schwer“ für die schwache Muskulatur des Darmes? Dann kann Bewegung und eine Ernährungsumstellung schon helfen.
Vielleicht sind die „dunklen Aspekte“ jedoch auch unerwünscht oder das Hergeben und Loslassen fällt einem schwer.
Wie auch immer: Wären uns diese Regungen bewusst, würden wir keine Symptome erzeugen, um die dem Thema innewohnende Kraft auszudrücken.