
Mit ROMPC® können „Behandlungsblockaden“ und Einschränkungen in der Anwendung von Therapieverfahren erfolgreich behandelt werden. Psychosomatische Anteile, die als Nährboden und Energielieferant für eine Erkrankung fungieren, können wirkungsvoll entmachtet werden und so eine schnellere und ganzheitlichere Genesung möglich machen.
ROMPC® ist ein Behandlungsverfahren, bei dem die Beziehung zwischen Patient/Klient und Therapeut/Berater im Vordergrund steht. Die innere Haltung des Therapeuten ist geprägt von der Einsicht, dass jede Kommunikation, jeder Kontakt mit unseren Patienten (und unseren Mitmenschen im Allgemeinen) zutiefst von Beziehungswünschen diktiert wird.
Unsere Patienten wünschen sich von uns nicht nur die Erlösung von ihren Beschwerden.
Sie wollen auch von uns gehört und gesehen werden. Sie wollen als Mensch erkannt und wahrgenommen werden. Sie möchten sich uns mitteilen und eine heilsame menschliche Beziehungserfahrung machen. Menschen sind Beziehungswesen. Wir brauchen einander. Unser Bedürfnis nach menschlicher Nähe, nach Offenheit, Vertrauen und Geborgenheit in der Gemeinschaft, kommt heute oft zu kurz.
Viele Patienten sehen keine Möglichkeit sich jemandem aus ihrem sozialen Umfeld vertrauensvoll zuzuwenden.
Stattdessen bemühen sie sich meist, niemanden zu belasten und sich mit ihrer Verletzlichkeit keine Blöße zu geben. Ohne ein mitfühlendes Gegenüber ist es jedoch schwer, sich den eigenen Befindlichkeiten zu stellen. Konflikte, Ängste und Nöte alleine „in den Griff zu bekommen“ ist je nach Naturell und Ausgangssituation der Person schwer bis unmöglich. Doch beherrscht dieses Bild unsere Zeit: Ein erfolgreicher Mensch ist kompetent, fröhlich und vor allem unabhängig.
Wohin also mit Gefühlen und Erfahrungen, die nicht in dieses Bild passen?
Wie kann das Bild vom allzeit funktionierenden Menschen aufrecht erhalten werden? Es ist unserer genialen Natur zu verdanken, dass die meisten von uns diese scheinbar unlösbare Aufgabe täglich redlich meistern. Viele von uns sind so gut darin, dass sie viel zu spät erst bemerken, wenn die Belastungen zu hoch werden.
Wir Heilpraktiker und naturheilkundige Therapeuten sind den ganzheitlichen Blick auf unsere Patienten gewohnt. Der „ganzheitliche Blick“ beinhaltet ja nicht nur, den menschlichen Körper in seiner Ganzheit zu erfassen und zu betrachten. Den ganzen Menschen sehen bedeutet für die meisten von uns auch: den ganzen Menschen eingebunden in seinem sozialen Umfeld sehen, mit seiner persönlichen Lebensgeschichte, seinen Wünschen, Nöten, Grenzen und Kompetenzen.
Diese sehr aktive und bewusste Form der Beziehungsgestaltung ist zwingende Basis einer erfolgreichen ROMPC®-Behandlung. Doch auch mit dieser Basis ist es oft schwer herauszufinden, auf welche Weise sich Seele und körperliche Beschwerden des Patienten verwoben haben.
Wir Therapeuten haben hier die Aufgabe, die versteckten Codes des Patienten zu entschlüsseln.
Mit geschulten und offenen Augen können wir einiges der Lebens- und Leidensgeschichte unserer Patienten erkennen, noch bevor eine Anamnese überhaupt begann.
Mit diesem Wissen, mit der Fähigkeit die unerhörte Geschichte unseres Patienten zu hören, gestalten wir unsere therapeutische Beziehung. Mit ROMPC® haben wir eine Behandlungsmethode an der Hand, welche „unkontrollierbaren Stress“ und seine Folgen nachhaltig reduzieren kann. Es findet seine Anwendung auch bei Opfern schwerer Traumata, die wir „Big-T-Traumata“ nennen. Dazu gehören unter anderem Gewalterfahrung, Katastrophen, Überfall, schwere Unfälle, Missbrauch, Vergewaltigung und plötzliche Verluste.
Ebenso erfolgreich wenden wir ROMPC® bei den Folgen weit verbreiteter „Alltagstraumatisierungen“ an. Wir nennen sie „Small-t-Traumata“. Darunter verstehen wir die wiederholte Einwirkung kleinerer Traumata wie Liebesentzug, kontinuierliche Abwertungen verschiedenen Ausmaßes, Beschämungen etc. Diese Form der „täglichen Giftspritzen“ hinterlässt ihre eigene Art von – oft schwer erkennbarer – Traumatisierung.
Das Psychotrauma ist ein „vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und den individuellen Bewältigungsmöglichkeiten, das mit Gefühlen von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis bewirkt“.
(Lehrbuch der Psychotraumatologie, G. Fischer und P. Riedesser, München 2003)
Mit dieser Definition, die gleichermaßen für Big-T-Traumata wie Small-t-Traumata gültig ist, können wir nachvollziehen, wie unkontrollierbarer Stress entsteht.
Gerald Hüther, Neurobiologe und Autor von „Biologie der Angst. Wie aus Stress Gefühle werden“ schildert in seinem Buch wie unkontrollierter Stress Gefühle von Ohnmacht hervorruft:
Das Gefühl ausgeliefert zu sein, nichts machen zu können, um eine Situation zu ändern, führt zu Abschaltprozessen innerhalb des limbischen Systems. Der Mensch wird mit Stresshormonen überflutet und die Dendriten unserer Nervenzellen, die für den Datenabtransport in unserem Gehirn sorgen, ziehen sich zurück und sterben im schlimmsten Fall ab. Die Verarbeitung der Situation wird so weiterhin erschwert, es kommt zum Datenrückstau und einer chronisch erhöhten Adrenalinausschüttung. Auch wenn diese konstant erhöhte Erregung lange kompensiert werden kann, ist mit spürbaren Folgen zu rechnen. Der oben beschriebene Rückzug der Dendriten hat zur Folge, dass der Betroffene keine adäquaten Lösungsstrategien entwickeln kann. So fällt er zurück auf früher erworbenes Verhalten, welches meist aus der Kindheit stammt und für die Konfliktbewältigung ungeeignet ist. Dieser fehlgeschlagene Lösungsversuch begünstigt oft eine Re-Traumatisierung.
Um dem Betroffenen hier helfen zu können, ist es wichtig, Symptome und Verhalten des Patienten als bislang erfolglos gebliebene Lösungswege zu erkennen und wertzuschätzen. Der ROMPC®-Therapeut betrachtet das Verhalten, die Beziehungsgestaltung, die Körpersymptome und die innere Haltung des Patienten / Klienten stets als einen Versuch der Selbstheilung.
Mit ROMPC® wird durch geschulten Blick und aufmerksames Hören von Schlüsselworten und -handlungen ein schnelles Erkennen der zugrunde liegenden Problematik möglich. Der Patient kann sich in einer stabilisierenden Beziehung erleben und Zugang zu seiner Kompetenz und damit zu neuer, erweiterten Handlungsfähigkeit finden. Ängstigende Inhalte, Traumatisierung und die seelisch-emotionale Spannung hinter Körpersymptomen werden durch Entkoppelungstechniken auf ein gut erträgliches Niveau gebracht.
Patienten, ...
Wer Hilfe in einer Naturheilpraxis sucht, ist oft von natürlichen Heilmethoden und einer alternativen Lebensweise überzeugt.
Genauso häufig finden die Menschen ihren Weg zu einem Heilpraktiker aus purer Verzweiflung. Von der Schulmedizin aufgegeben und/oder frustriert, da sie auf ihrem langen Leidensweg feststellen mussten, dass auch Ärzte die gesuchten Antworten und Lösungen oft nicht wissen. So werden verschiedene Arzneien „ausprobiert“ und deren unerwünschte Wirkungen und teilweise geringen Erfolge schwächen den Patienten, bis er keinen anderen Ausweg mehr weiß, als „auf eigene Faust zu recherchieren und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen“.
Dieser durchaus wünschenswerte Schritt kann der Beginn zu mehr Autonomie des Patienten sein. Begleitet ist er jedoch in einem solchen Fall von Gefühlen des Misstrauens, Überforderung und Hilflosigkeit. Oft ist der Patient verwirrt in Bezug auf den „richtigen“ Behandler und mögliche Behandlungsmethoden. Üblicherweise begegnet der Heilkundige der Unsicherheit des Patienten mit einer Haltung, die besagt, dass er schon weiß, was zu tun ist und übernimmt die Orientierung gebende Führung.
Haben Patient und Behandler Glück, greifen die Therapieansätze schnell und der Patient fühlt sich schon bald besser. Greifen die Behandlungsmethoden nicht oder nur mäßig, bedeutet das für Behandler und Patienten zuerst einmal Stress. Die ausgesprochene oder unausgesprochene Haltung des Patienten „ich wusste, dass Sie mir auch nicht helfen können“ oder „mir kann eh keiner helfen“ etc., kann sich nun wie ein leises Gift mit den inneren Botschaften des Behandlers „ich bin nicht gut genug“ oder „wenn es wirklich darauf ankommt, versage ich“ etc. verbinden und der ersehnte Behandlungserfolg rückt immer weiter in die Ferne. Übrig bleibt auf beiden Seiten ein bitterer Geschmack, versagt zu haben und ausgebeutet worden zu sein.
Der beziehungsorientierte Ansatz von ROMPC® ermöglicht dem Behandler (un)ausgesprochene lebensfeindliche Haltungen seines Patienten frühzeitig zu erkennen und einen Behandlungsplan auszuarbeiten, der eine schädliche Entwicklung abwendet. So kann auch jenen Patienten geholfen werden, die die Zusammenhänge von Seele und Körper vehement leugnen und sich über Hinweise dieser Art mit Äußerungen wie „ich bin doch kein Psycho“ u. a., empören.
Ganz gleich, wie offensichtlich die zugrundeliegende seelische Spannung mit dem Krankheitsbild korreliert, haben diese Patienten keine Bereitschaft, sich einer Psychotherapie zu unterziehen. Ihnen nahe zu legen, dass sie „zusätzlich“ zu ihrem Organdefekt auch noch einen seelischen „Defekt“ aufweisen, bedeutet eine Kränkung und führt selten zu einem Behandlungserfolg. Stattdessen erlebt der Patient Wut („jetzt soll ich auch noch selbst schuld sein“), da er den Hinweis meist als Verstärkung seines eigenen Musters der Selbstabwertung erlebt und auf sich selbst zurückgeworfen wird.
ROMPC® bietet diesen Patienten die Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren. Einen vielleicht sogar spielerischen Versuch zu unternehmen, sich von Ihren Leiden zu lösen. Je nach Bereitschaft des Patienten kann der Behandler „horizontal“ (das heißt: auf das Hier und Jetzt bezogen) mit den Körperempfindungen arbeiten oder direkt mit den einschränkenden Grundüberzeugungen.
Sogar sehr skeptische Menschen erfahren (für sie) überraschende Befindlichkeitsbesserungen und fragen neugierig nach, was diese „seltsame“ Behandlung ist und wie sie wirkt. Die Bereitschaft, neuronale Verarbeitungsprozesse in ihrem Wirkzusammenhang mit dem Körper anzuerkennen steigt und „vertikales“ (das heißt: auf die Lebensgeschichte bezogenes) Arbeiten wird möglich.